Prüfungen von Aerosolabscheidern und Aerosolnachbehandlungsystemen

Wir erbringen für Sie Prüfdienstleistungen zur Ermittlung der Abscheideleistung von Aerosolabscheidern,  Aerosolat- und Aerosolnachbehandlungssystemen (z.B. UV-C oder Kaltplasma-Aerosolatnachbehandlung) als auch andere innovative Verfahren zur Verbesserung der Luftqualität. Zusätzlich bestimmen wir den Flammenwiderstand von Aerosolabscheidern (Flammendurchschlagsklassifizierung).

Auf den nachfolgenden Seiten stellen wir Ihnen Informationen zu Aerosolabscheidern und zu Aerosol- und Aerosolatnachbehandlungssystemen wie auch zu unseren Tätigkeitsschwerpunkten mit detaillierten Informationen zur Prüfung von Aerosolabscheidern als auch Aerosol- und Aerosolatnachbehandlungssystemen und Referenzen vor.

Prüfdienstleistungen

Die DMT verfügt über ein langjähriges Know-how im Bereich der Prüfungen von Aerosolabscheidern für den Einsatz in gewerblichen Küchen. Das Prüflabor der DMT für Aerosolabscheiderprüfungen wurde von der DAkkS für das Prüfen nach DIN 18869 Blatt 5 akkreditiert (D-PL 11035-01-00). Damit erfüllt die DMT exakt die Anforderungen der Norm als erstes akkreditiertes DIN 18869-Labor in Deutschland.
Mit Hilfe der entsprechenden Prüfstände werden auch Flammenwiderstandsprüfungen nach der US-amerikanischen Norm UL 1046 oder der britischen Norm LPS 1263 durchgeführt. Ebenso kann bei der DMT die Fraktionsabscheideeffizienz von Aerosolabscheidern entsprechend der Richtlinie VDI 2052-1 ermittelt werden. Parallel dazu wird der Druckverlust des Abscheiders (Anfangsdruckverlust) wie auch der Differenzdruckanstieg während der Fettbeladung ermittelt.

Prüfungen zur Leistungsermittlung von Aerosolabscheidern:

  • DIN 18869-5 (prEN 16282-6):Prüfung des Flammenwiderstandes (unbeladen) und der integralen Abscheideleistung
  • UL 1046: Flammenwiderstandsprüfung (fettbeladen)
  • VDI 2052-1: Bestimmung des Fraktionsabscheidegrades von Aerosolabscheidern
  • LPS 1263: Aerosolabscheiderklassifizierung und Zertifizierung
  • DIN 18869-7 (prEN 16282-8): Prüfung von Anlagen zur Aerosol- und Aerosolatnachbehandlung (Küchenabluftreinigung z.B. mittels UV-C, Plasma

Zusätzliche Prüfdienstleistungen:

  • Schallleistungspegelmessung der Geräuschentwicklung
  • Entwicklungsbegleitende Prüfungen zur Produktoptimierung
  • Bestimmung der Effizienz von Abscheidern für Kühlschmierstoffe (KSS) und anderen Flüssigaerosolen
  • Geruchsabscheidemessungen

Ihre Kundenvorteile:

  • Schnelle und flexible Umsetzung Ihrer Prüfanforderungen
  • Nachweis der Leistungsfähigkeit und der hohen Qualität Ihrer Produkte durch Prüfzeugnisse unseres unabhängigen, akkreditierten Prüflabors (vertrauensbildend beim Endkunden)
  • Erteilung von Zertifikaten und in Kooperation mit dem TÜV NORD – Vergabe von TÜV-Prüfzeichen
  • Sie profitieren von den jahrelangen Erfahrungen unserer Ingenieure und Techniker

Vorschriften Küchenlüftung

Zur Belüftung von Küchen gibt es diverse Vorschriften und Empfehlungen. Diese werden ausgehend von der vom Gesetzgeber vorgegebenen  Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) über die "Arbeitsstättenregeln" (ASR) bis zu den Empfehlungen der einschlägigen Berufsgenossenschaften (BG) im Folgenden knapp dargestellt.

Arbeitsstättenverordnung und Technischen Regeln für Arbeitsstätten

Die Arbeitsstättenverordnung macht Zielvorgaben für Arbeitsräume, die Lüftung und Temperierung der Arbeitsräume, die Mindestbeleuchtung u.v.m. Zu einzelnen Vorschriften gibt es die sogenannten „Technischen Regeln für Arbeitsstätten“ (ASR), die genauere Definitionen und Auslegungen unbestimmter Rechtsbegriffe enthalten. Die Arbeitsstättenverordnung ist bundesweit gültig.

Grundlegend für die Belüftung von Gewerbliche Küchen ist die ASR 3.6 „Lüftung“.

In der ASR 3.6 wird detailliert dargestellt, welche Anforderungen an die Luftqualität (incl. Feuchte- und Wärmelast), die freie Lüftung und an Raumlufttechnische Anlagen (RLTA) gestellt werden, wie z.B., dass die Abluft  aus Küchen nicht als Zuluft genutzt werden darf.

Regeln für Sicherheit und Gesundheitsschutz

Näher konkretisiert werden die Anforderungen an die Küchenbelüftung und Küchenentlüftung im Rahmen der "GUV-R 111 – Regeln für Sicherheit und Gesundheitsschutz – Arbeiten in Küchenbetrieben“ die vom Bundesverband der Unfallkassen herausgegeben wurde (2007). Diese stellt fest: „Für die gesundheitlich zuträgliche Atemluft und Raumtemperatur ist in Küchen eine raumlufttechnische Anlage (Zu- und Abluftanlage) erforderlich.“ Darüber hinaus gilt: „Eine Abluftanlage ist immer dann erforderlich, wenn mit erhöhtem Fettdampf- oder Wrasenanfall zu rechnen ist, z.B. bei Fritteusen, Kippbratpfannen, Bratgeräten, Grillgeräten, Kochkesseln und ähnlichen Geräten“ und „die lüftungstechnische Auslegung der raumlufttechnischen Anlage ist entsprechend der VDI-Richtlinie 2052 „Raumlufttechnische Anlagen in Küchen“ vorzunehmen“.

Für Küchenlüftungshauben fordert die GUV-R 111: „Das Volumen des Stauraumes in Küchenlüftungshauben muss ausreichend dimensioniert sein, damit eine schnelle Erfassung von Dünsten und Wrasen erfolgen kann. Das Volumen wird als ausreichend angesehen, wenn es dem pro Sekunde abzusaugendem Luftvolumen entspricht.“

Zusätzlich gilt: „Küchenlüftungshauben und -decken müssen mit hochwirksamen Aerosolabscheidern (Fettfangfiltern) ausgerüstet sein. Aerosolabscheider müssen einen möglichst hohen Wirkungsgrad bei der Aerosolabscheidung gewährleisten, damit eine Verschmutzung der Abluftkanäle und des Ventilators weitgehend vermieden wird.“

Nebst einen hohen Aerosolabscheidegrad (der bislang nicht genauer definiert ist) fordert die GUV-R 111: „Aerosolabscheider (Fettfangfilter) müssen so ausgeführt sein, dass ein Flammendurchschlag in nachfolgende Anlagenteile weitgehend verhindert ist. Gestrickfilter sind aus brandschutztechnischen Gründen, wegen des veränderlichen Widerstandes, des hohen Reinigungsaufwandes und der Durchlässigkeit von UV-Strahlung bei Verwendung von UV-Anlagen als alleinige Aerosolabscheider nicht zulässig. Sie können jedoch in Kombination mit einem vorgeschalteten Aerosolabscheider (Kombinationsabscheider) verwendet werden.“

Darüber hinaus gibt die GUV-R 111 weitere Hinweise zur Hygiene und zum Ein- und Ausbau von Aerosolabscheidern sowie Vorgaben für Anlagen zur Aerosol- und Aerosolat-Nachbehandlung. Bezüglich der Hygiene empfiehlt diese Regel: „Küchenlüftungshauben und ihre Komponenten (z.B. Aerosolabscheider) sind täglich auf Verschmutzung zu prüfen und bei Bedarf zu reinigen. Die durchgeführte Reinigung ist zu dokumentieren.“

ArbeitsSicherheitsInformationen (ASI)

In der ASI 8.19/08 der BGN (Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten) sind ArbeitsSicherheitsInformationen zur „Be- und Entlüftung von gewerblichen Küchen“ zusammengestellt, die insbesondere viele Informationen zu Gefahrstoffen in der Küche enthält. Bzgl. Aerosolabscheidern gehen die Hinweise nicht über die der GUV-R 111 hinaus (Ausnahme: „Aerosolabscheider in Abluftanlagen sind entsprechend den betrieblichen Anforderungen, mindestens jedoch alle 14 Tage zu reinigen. Bei starkem Fettanfall kann eine tägliche Reinigung notwendig sein.“).

Eine Präzisierung, welchen integralen Abscheidegrad ein „hochwirksamer“ Aerosolabscheider aufweist, fehlt leider. In der ASI 9.30 zum Brandschutz wird zwar auf den Brandschutz bzgl. Fritteusen und Fettbackgeräte eingegangen aber nicht auf eine mögliche Brandgefährdung durch Fettlasten in Abluftkanälen und auf deren Minderungspotential (Brandgefährdung) durch effiziente Aerosolabscheider.

Die BGN ASI 8.18-07 „Handlungsanleitung zum hygienischen Betreiben von Zuluftanlagen in kleinen Küchenbetrieben“ geht entsprechend dem Titel deutlich detailliert als die ASI 8.19 auf die „hygienische“ Zuluftaufbereitung ein. Eine entsprechende detaillierte ArbeitsSicherheitsInformation zur Entlüftung von gewerblichen Küchen gibt es bisher nicht.

Ansprechpartner

Dr. Dirk Renschen

Am TÜV 1
(Am Technologiepark 1)
45307 Essen

Tel +49 201 172-1372
Fax +49 201 172-1606

PLQ@dmt-group.com

Johannes Schamberg

Tel +49 201 172-1304
Fax +49 201 172-1606

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