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Hochbau, Baustoffe und Bauteile

In der Bundesrepublik Deutschland regeln die Landesbauordnungen die Anforderungen an das Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen. So schreiben Sie vor, wie Gebäude zu errichten sind, dass der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch vorgebeugt wird. Die Musterbauordnung (MBO) wurde als eine Standard- und Mindestbauordnung erstellt, die den Ländern als Grundlage für deren jeweilige Landesbauordnungen dienen soll.

Die bauaufsichtlichen Anforderungen unterscheiden sich im Wesentlichen in Abhängigkeit der Nutzung, der Ausdehnung und der Höhe der Gebäude. Dabei werden Anforderungen an das Tragwerk, den Raumabschluss und das Brandverhalten der Baustoffe gestellt.

Zur Definition und Erläuterung gibt es diese namentlichen Unterschiede

  • Baustoffe sind die Grundwerkstoffe
  • Bauteile werden aus Grundwerkstoffen hergestellt
  • Bauprodukte sind Baustoffe und Bauteile, die im Werk hergestellt werden

Die MBO regelt im 4. Abschnitt die allgemeinen Anforderungen an das Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen wie folgt:

Die brandtechnologischen Eigenschaften von Baustoffen werden festgelegt in:

  • nicht brennbar
  • schwer entflammbar
  • normal entflammbar

Die Klassifizierungen erfolgen nach der DIN 4102 (A, A1, A2, B, B1, B2 und B3) sowie nach der DIN EN 13501 (A1, A2, B, C, D, E, F).

Die brandtechnologischen Eigenschaften von Bauteilen werden zusätzlich noch nach der Feuerwiderstandsfähigkeit unterschieden in:

  • feuerbeständig
  • feuerhemmend
  • hoch feuerhemmend

Tabelle

deutsche bauaufsichtliche Benennung Zusatzanforderung Klasse zum Brandverhalten EN 13501-1 Baustoffklasse DIN 4102-1 Prüfnorm
keine Rauchentwicklung kein brennendes Abtropfen/Abfallen
nichtbrennbar ohne brennbare Bestandteile x x A1 A1 EN ISO 1182, EN ISO 1716, EN ISO 9239
nichtbrennbar mit brennbaren Bestandteilen x x A2 - s1 d0< A2 EN ISO 1182, EN ISO 1716, EN ISO 9239
schwerentflammbar x x B, C - s1 d0 B1 EN ISO 9239-1
x A2, B, C - s2 d0
x A2, B, C - s3 d0
x A2, B, C - s1 d1
x A2, B, C - s1 d2
A2, B, C - s3 d2
normalentflammbar x x D - s1 d0 B2 EN ISO 9239-1
x D - s2 d0
x D - s3 d0
x D - s1 d2
D - s2 d2
D - s3 d2
x E EN ISO 11925-2
E - d2
leichtentflammbar F B3 keine Prüfung

           

Prüfanforderungen Baustoffe

Prüfungen nach DIN 4102-1, Prüfungen des Brandverhaltens an Baustoffen und Bauteilen des Bauwesens sowie Prüfungen mit der Klassifizierung von Baustoffen/Materialien nach EN 13501-1:

Baustoffklassen A1/A2 nichtbrennbare Baustoffe - Prüfverfahren DIN EN ISO 1182 (Nichtbrennbarkeitsprüfung)
Baustoffklasse B brennbare Baustoffe (wie z. B. Textilien, Möbel und Einrichtungsgegenstände) - Klassen B1 (schwerentflammbar), B2 (normalentflammbar) und B3:

B1 Prüfung nach DIN 4102-1

Die Prüfung im Brandschacht ist in der DIN 4102-16 beschrieben; der Brandschacht ist in der DIN 4102-15 beschrieben. Voraussetzung für diese Prüfung ist das Bestehen der B2 Prüfung.

Der Zweck der Prüfung nach DIN 4102-1:1998-05 Abschnitt 6.1 ist die Klassifizierung von Baustoffen (ausgenommen Bodenbeläge) anhand ihres Brandverhaltens. Näheres hierzu siehe DIN 4102-1:1998-05 Abschnitt 1.2. Die Prüfung (siehe 6.1.3.1) stellt modellhaft den Brand eines Gegenstandes in einem Raum (z. B. Papierkorb in einer Raumecke) dar. Unter dieser Beanspruchung darf sich die Brandausbreitung nicht wesentlich außerhalb des Primärbrandbereichs erstrecken, und die Wärmeabgabe muss begrenzt sein. Die Brandschachtprüfung die im Regelfall an Probekörpern aus vier Proben von 190 mm Breite und 1000 mm Höhe durchgeführt wird, gilt als bestanden, wenn bei der Prüfung

a) der Mittelwert der Restlängen (nach 9.1 von DIN 4102-16 :1998-05) jedes Probekörpers mindestens15 cm beträgt und dabei keine Probe eine Restlänge von 0 cm aufweist;

b) bei keinem Versuch die mittlere Rauchgastemperatur 200°C überschritten wird.

B2 Prüfung nach DIN 4102-1

Der Zweck der Prüfung nach DIN 4102-1:1998-05 Abschnitt 6.2 ist die Klassifizierung von Baustoffen anhand ihres Brandverhaltens. Die Prüfung (siehe 6.2.5) stellt die Beanspruchung durch eine kleine, definierte Flamme (Streichholzflamme) dar. Unter dieser Beanspruchung müssen die Entzündbarkeit und die Flammenausbreitung innerhalb einer bestimmten Zeit begrenzt sein. Näheres hierzu siehe DIN 4102-1:1998-05 Abschnitt 1.2. Die Prüfung gilt als bestanden, wenn bei keiner von je fünf Proben
a) bei Kantenbeflammung (Probenmaße = 90 mm Breite x 190 mm Länge); nach 6.2.5.2 und
b) gegebenenfalls bei Flächenbeflammung (Probenmaße = 90 mm Breite x 230 mm Länge) nach 6.2.5.3 die Flammenspitze die Messmarke vor Ende der 20. Sekunde erreicht.

 

  • Brandprüfungen nach DIN EN ISO 11925-2 Entzündbarkeit von Produkten bei direkter Flammeneinwirkung
  • Brandverhalten von Bauteilen und Baustoffen - Teil 8 Kleinprüfstand
  • Prüfungen des Brandverhaltens an Bedachungen

Prüfanforderung Bauteile

Wir bieten Ihnen die Prüfungen nach DIN 4102-7 und DIN V ENV 1187- Prüfverfahren 1 (in Verbindung mit der DIN EN 13501-5) an.

Der Zweck der Prüfungen ist die Ermittlung der Widerstandsfähigkeit von Bedachungen gegen Flugfeuer und strahlende Wärme.

Die Widerstandsfähigkeit einer Bedachung muss durch ein allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis (AbP) auf Grundlage der Prüfung nach diesen Normen nachgewiesen werden.

Als anerkanntes Prüfinstitut nach Landesbauordnung unterstützen wir Sie bei diesem Nachweis.
Außerdem bieten wir Ihnen orientierende Brandversuche für Ihre Produktentwicklung an.

Funktionserhalt

Prüfungen nach DIN 4102-12 Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen; Funktionserhalt von elektrischen Kabelanlagen

Der Zweck der Prüfung nach DIN 4102-12:1998-11 ist die Klassifizierung von elektrischen Kabelanlagen, welche im Brandfall ihre Funktionsfähigkeit für einen bestimmten Zeitraum behalten müssen.
Der Funktionserhalt von elektrischen Kabelanlagen muss durch ein Prüfzeugnis auf Grundlage der Prüfung nach dieser Norm nachgewiesen werden.
Als anerkanntes Prüfinstitut nach Landesbauordnung unterstützen wir Sie bei diesem Nachweis.
Außerdem bieten wir Ihnen orientierende Brandversuche für Ihre Produktentwicklung an.

Die Prüfung nach DIN 4102-12:1998-11 gilt für Kabel mit einer Nennspannung bis 1kV.
Die Prüfung nach DIN 4102-12:1998-11 wird gem. Abschnitt 4 der Norm angewendet für:

  • Kabelanlagen in Kabelkanälen bzw. -schächten (DIN 4102-12:1998-11, Abschnitt 7.3.2),
  • Kabelanlagen mit integriertem Funktionserhalt (DIN 4102-12 1998-11, Abschnitt 7.3.3),
  • Kabelanlagen mit Beschichtungen und Bekleidungen (DIN 4102-12:1998-11, Abschnitt 7.3.4),
  • Schienenverteiler im Kanal bzw. Schacht oder mit integriertem Funktionserhalt.

Prüfstelle für Brandschutz, Außenstelle Lathen

  • Feuerschutzabschlüsse
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  • Förderbahnabschlüsse
  • Fahrschachttüren
  • nichttragende innere Wände
  • Verglasungen
  • Produkte mit Anforderungen an den Schallschutz

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