WIEDER ATEMSCHUTZMASKENPRÜFUNGEN BEI DMT

Unsere Geschichte

Seit April 2020 prüfte DMT nach dem verkürzten Verfahren der ZLS (Zentralstelle der Länder für Sicherheitstechnik) die Verkehrsfähigkeit von Corona SARS-CoV-2 Pandemie-Atemschutzmasken (CPA). Dies geschah in Kooperation mit TÜV NORD CERT. So wurden im Rahmen der Corona-Pandemie zahlreiche importierte Atemschutzmasken für den Einsatz im deutschen Gesundheitswesen geprüft.

Damit belebt DMT (ehemalige DMT-Gesellschaft für Forschung und Prüfung mbH) eine alte Prüfdienstleistung, die sie jahrzehntelang auch für den dt. Steinkohlebergbau erbracht hat. Denn die Wurzeln der Atemschutztechnik lagen im Bergbau. Mit dieser langjährigen Erfahrung half unteranderem DMT, auf Basis der verkürzten Prüfverfahren der ZLS, Schutzmasken gegen das Corona-Virus kurzfristig in Deutschland zu prüfen und damit der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

Da mittlerweile der Mangel an Atemschutzmasken behoben ist, haben die Marktüberwachungsbehörden der Länder im August 2020 beschlossen, den Prüfgrundsatz ZLS für Atemschutzmasken mit Ablauf des 30. Septembers 2020 zurück zu ziehen. (Aber: Corona-Pandemie-Atemschutzmasken (CPA), die vor dem 01.10.2020 nach § 9 MedBVSV in Verkehr gebracht worden sind, dürfen auch nach dem 30.09.2020 weiterhin vertrieben und gemäß § 9 Abs. 4 MedBVSV vom Arbeitgeber ausgewählt und zur Verfügung gestellt werden.)

Unsere Benannte Stelle

Die TÜV NORD CERT GmbH wird eine unabhängige Prüfstelle bzw. „Benannte Stelle“ oder „Notified Body“ für PSA.

Persönliche Schutzausrüstungen (PSA) dürfen nur auf dem Markt bereitgestellt werden, wenn sie den Bestimmungen der europäischen PSA-Verordnung ("Verordnung (EU) 2016/425 über persönliche Schutzausrüstungen) entsprechen. Der Anwendungsbereich der PSA-Verordnung umfasst sowohl die für gewerbliche Zwecke vorgesehenen PSA (z.B. Atemschutzgeräte) als auch grundsätzlich solche für die private Verwendung (z.B. Taucherausrüstung).

Die notwendigen Durchführungsbestimmungen befinden sich im PSA-Durchführungsgesetz (PSA-DG) als auch im Produktsicherheitsgesetz (ProdSG).

Die PSA-Verordnung sieht eine CE-Kennzeichnung vor. Mit der CE-Kennzeichnung erklärt der Hersteller, Inverkehrbringer oder EU-Bevollmächtigte gemäß EU-Verordnung 765/2008, „dass das Produkt den geltenden Anforderungen genügt, die in den Harmonisierungsrechtsvorschriften der Gemeinschaft über ihre Anbringung festgelegt sind.“

Für die Überprüfung, ob Produkte mit den Anforderungen im Einklang, also mit ihnen konform sind, hat die EU bestimmte Konformitätsbewertungsverfahren festgelegt. Im Rahmen eines solchen Verfahrens ist für bestimmte, besonders sicherheitsrelevante Produkte wie Atemschutzmasken eine Zertifizierung durch eine unabhängige Prüfstelle obligatorisch.

Die Zertifizierungsstelle "PSA" von TÜV NORD CERT wird voraussichtlich ab Ende Januar 2021 Benannte Stelle gemäß Artikel 24 der PSA-VO und wird damit auch im „NANDO“ (New Approach Notified and Designated Organisations) gelistet.

In Kooperation mit der Prüfstelle für Lufthygiene (DMT GmbH & Co. KG) als Exklusivlabor bietet sie die Prüfung und Zertifizierung Ihrer Produkte aus einer Hand an (Anfragen gerne via E-Mail: psa@tuev-nord.de).

Unsere Atemschutzmasken bezogenen Prüfdienstleistungen

Wir prüfen für Sie FFP-Atemschutzmasken nach den folgenden Normen bzw. Verfahren:

  • EN 149:2009-08 "Atemschutzgeräte - Filtrierende Halbmasken zum Schutz gegen Partikeln - Anforderungen, Prüfung, Kennzeichnung"
  • DIN EN 13274-1 „Atemschutzgeräte Prüfverfahren Teil 1 – Bestimmung der nach innen gerichteten Leckage“
  • DIN EN 13274-2 „Atemschutzgeräte Prüfverfahren Teil 2 – Praktische Leistungsprüfung“
  • DIN EN 13274-3 „Atemschutzgeräte Prüfverfahren Teil 3 – Bestimmung des Atemwiderstandes“
  • DIN EN 13274-4 „Atemschutzgeräte Prüfverfahren Teil 4 – Flammenprüfungen“
  • DIN EN 13274-5 „Atemschutzgeräte Prüfverfahren Teil 5 – Klimabedingungen“
  • DIN EN 13274-6 „Atemschutzgeräte Prüfverfahren Teil 6 – Bestimmung des CO2-Gehaltes der Einatemluft“
  • DIN EN 13274-7 „Atemschutzgeräte Prüfverfahren Teil 7 – Bestimmung des Durchlasses von Partikelfiltern“
  • DIN EN 13274-8 „Atemschutzgeräte Prüfverfahren Teil 8 – Bestimmung des Einspeicherns von Dolomitstaub“

Wir prüfen für Sie Community-Masken:

Nicht-medizinische Alltagsmasken (einfache Behelfsmasken, sog. „Community-Masken") sind von den obigen Prüfverfahren ausgenommen, dürfen allerdings auch nicht mit spezifischen Schutzzwecken beworben werden, um die Verwender nicht über deren Eignung irrezuführen. Aber auch solche einfachen Masken müssen die allgemeinen Sicherheitsanforderungen für Verbraucherprodukte einhalten. Um einen Beitrag für europaweit einheitliche Sicherheitsstandards zu leisten, wurde vom Europäischen Komitee für Normung (CEN) im Juni 2020 in einem beschleunigten Verfahren das Workshop Agreement CWA 17553:2020 für nicht-medizinische Alltagsmasken erstellt, das Mindestanforderungen für deren Design, Herstellung und Leistungsbewertung festlegt.

CWA 17553:2020-06 „Community face coverings - Guide to minimum requirements, methods of testing and use“ (Europäischer Standard für Community-Masken, anwendbar für Alltagsmasken etc.)

Wir bieten Ihnen auch die Prüfung ihrer Community-Masken nach der CWA 17553 an.

Wichtige Anmerkung: Community Masken sind keine Medizinprodukte und keine persönliche Schutzausrüstung!

Falls Sie Fragen zu Schutzmasken, ihrer Klassifizierung und Prüfung haben finden Sie sehr gute FAQ mit Antworten zur Verwendung von Schutzmasken:

https://www.baua.de/DE/Themen/Arbeitsgestaltung-im-Betrieb/Coronavirus/FAQ/PSA-FAQ_node.html  (Antworten der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zur Verwendung von Schutzmasken gegen das Coronavirus SARS-CoV-2)

https://www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Medizinprodukte/DE/schutzmasken.html   (Hinweise des BfArM zur Verwendung von Mund–Nasen-Bedeckungen ( „Community- oder Alltagsmasken“), medizinischen Gesichtsmasken sowie partikelfiltrierenden Halbmasken)


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Rufen Sie einfach an oder schreiben Sie uns. Wir beraten Sie gerne.

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